Senja

Die Insel Senja

Das Wetter auf der Insel


Sonne und Wolken über Senja
Sonne und Wolken über Senja


Wetter

Speziell die Nordwestküste Senjas mit den Bergen und Fjorden ist atemberaubend und wunderschön! Aber es gibt einen großen Haken: Nur wenn die Sonne scheint! Denn im Grau tiefhängender Wolken verliert bei Regen und Wind auch Senja ihren Reiz. Leider gibt es Senja nicht mit Schönwettergarantie, weswegen ich mich hier etwas ausführlicher mit dem Thema befasse.

Ein Blick auf die Klimatabelle zeigt, dass Tromsø in dessen Nähe Senja liegt, mit statistisch acht Sonnenstunden am Tag im Frühling und Sommer nicht gerade mit Sonne verwöhnt ist, wenn man die Tageslänge von bis zu 24 Stunden in dieser Jahreszeit bedenkt. Im Normalfall sind die Gutwettertage in der Tat in der Minderheit. Man braucht auf Senja diesbezüglich Glück. Mit dieser skeptischen Erwartungshaltung plante ich sogleich mit einem dreiwöchigen Aufenthalt um Schlechtwettertage auszugleichen. Die Schönwettertage die ich persönlich in einem Juni auf Senja erlebte, ließen sich tatsächlich an den Fingern von genau zwei Händen abzählen. Und dabei hatte ich Glück. In der ersten Woche war das Wetter gemischt. Nicht richtig schlecht, aber auch nicht besonders gut. Meist war es trocken bei überwiegend bedecktem Himmel. Aber in der zweiten Woche war es fast durchgehend schön mit viel Sonnenschein. In dieser Woche habe ich dann auch die meisten Aktivitäten unternommen.

Für die dritte und zugleich letzte Woche sagten mir die Wetter-Apps unisono schlechtes Wetter mit Regen voraus, sodass ich beschloss die Heimreise anzutreten. Denn erstens hatte ich bereits neun Wanderungen absolviert und vieles auf Senja schon gesehen und zweitens machte es keinen Sinn in einer Schlechtwetterperiode wenig bis nichts zu unternehmen und dabei weiter Aufenthaltskosten im teuren Norwegen zu verursachen. Ich war deswegen nicht enttäuscht, sondern froh über die gemachten Wanderungen bei gutem Wetter.

Generell kann ich sagen, dass gutes Wetter begünstigt wird durch östliche Winde vom Land. Westliche Winde vom Meer bringen hingegen meistens schlechteres Wetter. Eine Besonderheit für diesen Breitengrad im Frühjahr und Sommer ist die Mitternachtssonne. Die Tage sind dann sehr lang und man braucht sich nicht zu beeilen, um vor »Dunkelheit« unten am Berg zu sein. Denn es wird nicht dunkel. Dies ermöglicht frühmorgendliche und spätabendliche Aktivitäten, falls der Biorhythmus der inneren Uhr sie zulässt, obgleich das Licht dann natürlich nicht mehr so intensiv ist als zur Mittagszeit.